Month: April 2017

Bestellung abgeben

Ich saß letzte Woche zusammen mit einer Freundin in einem Restaurant und studierte die Speisekarte. Sofort sah ich, was ich nicht wollte. Selten bestelle ich auswärts ein Nudel- oder Reisgericht. Eher Salat, Fisch, Steak und als Beilage Kartoffeln. Ich hatte gewählt und die Kellnerin kam an unseren Tisch. Und plötzlich stellte ich mir vor, wie sie wohl reagieren würde, wenn ich ihr sage, dass ich die Nudeln mit der Lachssahnesoße nicht möchte, und auch nicht das Risotto mit den Pfifferlingen.

Sie würde denken, ich erlaube mir einen Spaß und abwarten, bis ich ihr meine Bestellung aufgebe.

Viel häufiger denken wir daran, was wir nicht wollen. Wir wollen nicht mehr dick sein, nicht mehr so unorganisiert, wollen nicht mehr so viel meckern und nicht mehr so spät ins Bett gehen.

Ich könnte mir vorstellen, dass unser Unterbewusstsein ähnlich wie die Kellnerin darauf wartet, dass wir unsere Bestellung abgeben. Was willst du wirklich erreichen? Denk es nicht nur, sag es dir selber mal laut vor.

Wandle deine Probleme in eine positive Richtung um

 

 

Einmalig

Ich habe drei Töchter, die ich liebe und auf die ich sehr stolz bin. Ich finde sie wundervoll und jede ist verschieden schön.

Wenn ich feststellen würde, dass sie vor lauter Selbstverbesserung vergessen würden, zu leben, wenn sie nur damit beschäftigt wären, etwaige Defizite auszugleichen und deshalb das Leben nicht genießen können – ich wäre tieftraurig.

Gott, dein liebevoller Vater, wünscht sich ebenso wie ich, dass du als seine Tochter dein Leben genießt.  Sei nicht nur versöhnt mit dir. Freu dich an dir und deiner Einmaligkeit.

Als du Ja zu Gott gesagt hast, wollte er nicht nur dein Herz, sondern auch deinen Kopf, mit Haut und Haaren, und deinen Körper – und zwar genau den, den du heute hast.

 

Gottes Job

„Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“, heißt es in 1. Petrus 5,7.

Erzählt uns Maria Prean am Wochenende, dass sie in ihrem Wohnzimmer ein Kreuz aufgestellt hat. Und immer dann, wenn sie sich sorgt, schreibt sie dieses Anliegen auf einen Zettel, zerknüllt ihn und wirft damit das Kreuz ab. 1000 Frauen auf der Konferenz lachten. Aber ihr war es damit ganz ernst. Sie empfahl uns kleine Körbe zu nehmen, und dort all unsere Sorgenzettel reinzuschmeißen.

Heute bekam ich ein Osterkörbchen geschenkt. Da kam mir die Idee: „Sobald der Inhalt aufgegessen ist, wird das zu meinem Sorgenkörbchen.“

Bestimmt hast du auch ein Körbchen, eine Schachtel, ein Kästchen, einen Becher oder ein Glas. Wie wäre es, so ein Sorgenkörbchen im Haus stehen zu haben?

Wer sich sorgt, übernimmt Gottes Job.

© 2017

Theme by Anders NorenUp ↑