Beate und ich hatten beide anlässlich des Erscheinens unseres neuen Buches ein Event geplant. Beate einen Frauentag in Würzburg, ich eine Konzertlesung zusammen mit meiner Tochter in Appenweier. Da ich aus Erfahrung weiß, dass unsere Lokalpresse immer berichtet, wenn ich ein neues Buch herausbringe, wollte ich das natürlich nutzen. Eine bessere Werbung als ein redaktioneller Artikel in der Tageszeitung gibt es wohl nicht. Schon Anfang Dezember fragte ich beim Chefredakteur an, der gab mir sofort sein ok und ich vereinbarte mit der zuständigen Mitarbeiterin einen Interviewtermin. Leider musste der auf das neue Jahr verlegt werden, da sie zu viele Aufträge hatte.

Und dann bekam ich einen Tag vor unserem Termin eine Nachricht von ihr, dass sie im Krankenhaus läge und den Termin leider absagen musste. Es ließ sich so schnell auch keinen Ersatz finden, der Redakteur bot mir an, die Veranstaltung in einem kurzen Text ohne Bild anzukündigen und dann an der Lesung selbst eine Kollegin zu schicken.

Obwohl ich mir ganz viel Mühe gab, mich nicht zu ärgern war ich schon ziemlich frustriert. Lag doch meine Hoffnung in dem Artikel. Wenn über das Buch in der Zeitung berichtet wird, dann wusste ich, werden viele Besucher kommen. Nun kam es anders als geplant. Eine Ankündigung ohne Foto und Inhalt liest ja kaum jemand.

Trotzdem kündigten sich natürlich ein paar Leute an, aber am Tag der Veranstaltung bekam ich eine Absage nach der nächsten. Jeder hatte scheinbar etwas Anderes, war krank, hatte keinen Babysitter, dies und das. Ich war richtig entmutigt.

Und genau in solchen Momenten muss ich mich an unsere eigenen Aussagen, die im Buch stehen halten. Unsere Gefühle ziehen uns immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Und da gibt es noch jemanden, der uns entmutigen will. Du siehst also, dass auch wir immer wieder mit solchen Herausforderungen zu tun haben. Vielleicht ist auch genau das der Grund, warum wir dieses Buch schreiben konnten. Wir wissen einfach, wovon wir sprechen.

Mein Gebet war, dass es mir egal sein soll wie viele Besucher zu dem Abend kommen. Ich betete, dass genau diejenigen kommen, die ein offenes Herz haben für das, was ich zu sagen und die Mädchen zu singen hatten.

60 Stühle hatten wir gestellt, und wieder kam es anders. Mit fast 120 Besuchern war der Saal brechend voll. Ich freute mich so sehr und kam aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Wo kamen all die Leute her?

Der Abend war wunderbar und die Atmosphäre hätte nicht besser sein können.

Die versprochene Mitarbeiterin von der Presse war auch da. Heute steht der Bericht in der Zeitung.

 

Artikel Acher Rench

 

http://www.bo.de/lokales/achern-oberkirch/wegweiser-fuer-glueckliches-leben

Schreibt mir Beate heute: „Gut, dass der nicht vorher erschienen ist. Ihr hättet keinen Platz mehr gehabt.“

Oft ärgern wir uns über die Umstände in unserem Leben. Manchmal verstehen wir es nicht, warum bestimmte Dinge so passieren. Und stellen dann später fest, dass vieles seinen Grund hatte.

Heute kann ich darüber lächeln, freue mich, dass alles so gekommen ist. Aber in der Situation selbst ist das nicht immer so einfach. Wir wissen das, aber ermutigen dich, den Blick nach vorne zu richten und Gott zu vertrauen, dass er alles gut machen wird.

Falls du den nächsten Termin nicht verpassen willst, am Samstag sind Beate und ich zusammen in Beates Gemeinde in Würzburg. Es lohnt sich.
(D)Eine Geschichte mit Happy End

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