Die ganze Meile

Im alten Testament lesen wir von Terach, dem Vater Abrahams, der mit seiner Familie in das Land Kanaan ziehen wollte. Auf dem Weg ließ er sich in Haran nieder und blieb dort solange bis er starb. Was wohl seine Beweggründe waren? Vielleicht Altersschwäche, oder Bequemlichkeit, Ablenkung oder Ungehorsam gegen Gott. Die Bibel geht hier nicht näher darauf ein, auch nicht auf einen Ruf Gottes.

Später ist es sein Sohn Abraham, der von Gott den Auftrag bekommt weiter nach Kanaan zu ziehen. Er ist es, der die Segensverheißungen bekommt.

Bist du an dem Platz, an dem Gott dich haben möchte? Oder bist du auf halber Strecke stehen geblieben? Weil es dir zu anstrengend ist, weil es so bequemer ist, weil dir der Mut fehlt, die Umstände gerade so schwierig, weil du dein Ziel aus den Augen verloren hast.

Gott hat einen Plan mit deinem Leben. Er fordert dich heute auf, die ganze Meile mit ihm zu gehen, an den Platz, den er für dich vorgesehen hat.

Neuigkeiten

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Neuland

Wenn du das Neue umarmen willst, musst du das Alte loslassen.

Erinnerst du dich, wie Gott Abraham aufforderte, seine Heimat zu verlassen?
Abraham ging im Glauben, ohne zu wissen, wohin die Reise geht?

„So zahlreich werden deine Nachkommen sein“, hatte Gott ihm versprochen.

Du merkst, dass das „Alte“ nicht funktioniert und du nicht weiterkommst.
Du suchst Erklärungen und willst alles verstehen, bevor du weitergehst.

Manches wirst du im Rückblick verstehen, manches erst in der Ewigkeit.

Heute lade ich dich ein, Sterne zu zählen! Lass die Vergangenheit los.
Erwarte nicht, alles zu verstehen. Geh im Glauben. Und umarme das Neue!

Lernzone

Selbstzweifel töten mehr Träume als jeder Fehler den du machen könntest.

Hast du Herzenswünsche und Pläne, für die dir der Mut fehlt?

Traust du dich nicht, aus Angst, es könnte schief gehen?

Jeder Schritt aus der Komfortzone heraus in die Lernzone erfordert Mut. Jedes Mal riskierst du, dich zu blamieren.

Du wirst nie perfekt vorbereitet sein.  Aber jedesmal, wenn du dich traust, wächst du ein bisschen über dich hinaus.

„Sei stark und mutig. Hab keine Angst und verzweifle nicht. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin mit dir, wohin du auch gehst“. (Josua 1.9) AlsJosua das hörte, nahm er seinen Auftrag an.

Gott, bitte schenke mir Geduld – jetzt

Am Gras zu ziehen lässt es auch nicht schneller wachsen.

Bist du ein geduldiger Mensch? Kannst du gut auf etwas warten, was du dir herbeisehnst? Oder wirst du schnell ungeduldig und versuchst hin und wieder einen Prozess zu beschleunigen? Vielleicht auch, weil das Warten so unangenehm ist.

Gott, bitte schenke mir Geduld, jetzt.

Viele kennen sich aus mit diesem Gebet, wünschten, Gott würde schneller auf ihre Bitten reagieren. Ich muss dabei immer an den Schmetterling denken, der von einem Mann frühzeitig aus dem Kokon befreit wurde, weil dieser nicht ertragen konnte, dass sich die Raupe so lange quält. Die Moral der Geschichte ist, dass der Schmetterling nie fliegen konnte, da seine Flügel noch nicht entwickelt waren. Manche Prozesse brauchen ihre Zeit, hin und wieder ist es sogar schmerzvoll, damit ein Schmetterling entstehen kann.

Spezialedition

Deine Lebensaufgabe ist dir auf den Leib geschnitten

Du bist etwas Besonderes, eine Spezialedition, von  Gott persönlich geschaffen.  Er hat einzigartige Anlagen in dich gelegt und Aufgaben vorbereitet, die nur du tun kannst. Wenn du sie nicht tust,  bleiben sie ungetan.

Für deine Lebensaufgabe brauchst du deinen Körper.

Kommst du oft an deine Grenzen? Macht dein Körper dir Mühe? Wirken seelische Nöte sich auf deine Gesundheit aus?

Gott weiß, dass du nicht perfekt bist. Er gab dir genau diesen Körper, um deine Lebensaufgabe zu erfüllen. Behandle ihn gut.

Er hilft dir heute, ein Überwinder zu sein.

Kannst du glauben, dass Gott dich  für eine besondere Aufgabe vorgesehen hat?

Fliegen lernen

Den Boden unter den Füßen zu verlieren und nicht zu fallen bedeutet: Getragen werden  und fliegen zu lernen.

Adlereltern sind liebevoll und klug zugleich.  Ist es für ihre Jungen Zeit, das Nest zu verlassen, beginnen sie, es ihnen unbequem zu machen.

Die weichen Federn und das Moos werden aus dem Nest entfernt, bis die Jungen unbequem auf Ästen und blankem Felsen sitzen. Schließlich stupsen sie das Jungtier aus dem Nest.

Beim Fall wird es aufmerksam beobachtet. Breitet es seine Schwingen aus, ist alles gut. Fliegt es aber nicht, stürzt ein Elternteil herbei, fängt es mit seinen Flügeln auf, bringt es zum Nest zurück und das Lehrstück beginnt erneut. Denk daran, wenn du den Boden unter deinen Füßen verlierst: Gott möchte, dass du fliegen lernst.

 

Wenn die Gewohnheit reden könnte

Du kennst mich vielleicht. Ich bin dein ständiger Begleiter.

Ich bin dein größter Freund, ich kann aber auch zu einer großen Belastung für dich werden.

Ich bringe dich voran, aber ich stürze dich auch ins Verderben.

Ich stehe dir zu Diensten. Die Hälfte deiner Aufgaben kannst du getrost mir überlassen.

Ich erledige sie schnell und zuverlässig und ich werde sie immer auf die gleiche Weise erledigen,

wenn du das möchtest.

Mit mir ist leicht auszukommen. Du musst nur ziemlich streng mit mir ein. Zeig mir genau, wie du etwas erledigt haben willst und mit etwas Übung erledige ich das automatisch für dich.

Ich bin der Diener aller großen Männer und Frauen, aber ich bin auch der Diener aller Menschen, die versagen. Ich habe alle Menschen zu dem gemacht, was sie sind. Ich arbeite mit der Genauigkeit eines Computers und mit der Intelligenz eines Menschen.

Du kannst mich zu deinem Nutzen, aber auch zu deinem Ruin und zu deinem Verderben einsetzen.

Mir ist das völlig gleich. Benutze mich. Wenn du mit mir nachsichtig und nachgiebig umgehst, werde ich dich zerstören. Wenn du mir gegenüber bestimmt und unnachgiebig bist, werde ich dir die Welt zu Füßen legen.

Gewohnheiten sind die treuesten Diener oder die schlimmsten Herren.

Verfasser unbekannt

Vergeben und geerdet

Manchmal ist es nur ein Satz, den wir lesen oder hören, der uns fesselt, beruhigt, entspannt oder motiviert.

So ging es mir nach einer anstrengenden Woche, in der mir ein Fehler unterlaufen ist. Die Herausforderungen häuften sich und ich musste an mehreren Baustellen gleichzeitig arbeiten. Auf eine wichtige Sache war ich nicht richtig vorbereitet und anschließend mit dem Ergebnis nicht besonders zufrieden.

„Bei so einer Häufung kriegt der entspannteste Kopf eine Spannung.“, schrieb mir Beate als Ermutigung. Und: „Ist schon wieder vergeben… und erdet.“

Das nächste Kapitel

„The next chapter begins. Das nächste Kapitel beginnt“.  Dieser Satz stand in riesigen Lettern auf einer Plakatwand und sprang direkt in mein Herz.

Ich bin so froh, dass ich jederzeit ein neues Kapitel anfangen darf.  Ich brauche dafür keine Seiten aus meiner Biographie herausreißen, denn die unrühmlichen Kapitel wurden bereits alle von Gott persönlich lektoriert und gestempelt: Bearbeitet! Vergeben!

Du brauchst keine Erlaubnis, Neues zu wagen, denn Gott selbst sagt: „Denk nicht mehr daran, was war und grüble nicht mehr über das Vergangene.  Sieh hin; ich mache etwas Neues; schon keimt es auf. Siehst du es nicht? Jesaja 43. 18-19.

Du kannst das nächste Kapitel nur anfangen, wenn du Frieden mit deiner Vergangenheit schließt.

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