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Neuland

Wenn du das Neue umarmen willst, musst du das Alte loslassen.

Erinnerst du dich, wie Gott Abraham aufforderte, seine Heimat zu verlassen?
Abraham ging im Glauben, ohne zu wissen, wohin die Reise geht?

„So zahlreich werden deine Nachkommen sein“, hatte Gott ihm versprochen.

Du merkst, dass das „Alte“ nicht funktioniert und du nicht weiterkommst.
Du suchst Erklärungen und willst alles verstehen, bevor du weitergehst.

Manches wirst du im Rückblick verstehen, manches erst in der Ewigkeit.

Heute lade ich dich ein, Sterne zu zählen! Lass die Vergangenheit los.
Erwarte nicht, alles zu verstehen. Geh im Glauben. Und umarme das Neue!

Lernzone

Selbstzweifel töten mehr Träume als jeder Fehler den du machen könntest.

Hast du Herzenswünsche und Pläne, für die dir der Mut fehlt?

Traust du dich nicht, aus Angst, es könnte schief gehen?

Jeder Schritt aus der Komfortzone heraus in die Lernzone erfordert Mut. Jedes Mal riskierst du, dich zu blamieren.

Du wirst nie perfekt vorbereitet sein.  Aber jedesmal, wenn du dich traust, wächst du ein bisschen über dich hinaus.

„Sei stark und mutig. Hab keine Angst und verzweifle nicht. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin mit dir, wohin du auch gehst“. (Josua 1.9) AlsJosua das hörte, nahm er seinen Auftrag an.

Gott, bitte schenke mir Geduld – jetzt

Am Gras zu ziehen lässt es auch nicht schneller wachsen.

Bist du ein geduldiger Mensch? Kannst du gut auf etwas warten, was du dir herbeisehnst? Oder wirst du schnell ungeduldig und versuchst hin und wieder einen Prozess zu beschleunigen? Vielleicht auch, weil das Warten so unangenehm ist.

Gott, bitte schenke mir Geduld, jetzt.

Viele kennen sich aus mit diesem Gebet, wünschten, Gott würde schneller auf ihre Bitten reagieren. Ich muss dabei immer an den Schmetterling denken, der von einem Mann frühzeitig aus dem Kokon befreit wurde, weil dieser nicht ertragen konnte, dass sich die Raupe so lange quält. Die Moral der Geschichte ist, dass der Schmetterling nie fliegen konnte, da seine Flügel noch nicht entwickelt waren. Manche Prozesse brauchen ihre Zeit, hin und wieder ist es sogar schmerzvoll, damit ein Schmetterling entstehen kann.

Spezialedition

Deine Lebensaufgabe ist dir auf den Leib geschnitten

Du bist etwas Besonderes, eine Spezialedition, von  Gott persönlich geschaffen.  Er hat einzigartige Anlagen in dich gelegt und Aufgaben vorbereitet, die nur du tun kannst. Wenn du sie nicht tust,  bleiben sie ungetan.

Für deine Lebensaufgabe brauchst du deinen Körper.

Kommst du oft an deine Grenzen? Macht dein Körper dir Mühe? Wirken seelische Nöte sich auf deine Gesundheit aus?

Gott weiß, dass du nicht perfekt bist. Er gab dir genau diesen Körper, um deine Lebensaufgabe zu erfüllen. Behandle ihn gut.

Er hilft dir heute, ein Überwinder zu sein.

Kannst du glauben, dass Gott dich  für eine besondere Aufgabe vorgesehen hat?

Fliegen lernen

Den Boden unter den Füßen zu verlieren und nicht zu fallen bedeutet: Getragen werden  und fliegen zu lernen.

Adlereltern sind liebevoll und klug zugleich.  Ist es für ihre Jungen Zeit, das Nest zu verlassen, beginnen sie, es ihnen unbequem zu machen.

Die weichen Federn und das Moos werden aus dem Nest entfernt, bis die Jungen unbequem auf Ästen und blankem Felsen sitzen. Schließlich stupsen sie das Jungtier aus dem Nest.

Beim Fall wird es aufmerksam beobachtet. Breitet es seine Schwingen aus, ist alles gut. Fliegt es aber nicht, stürzt ein Elternteil herbei, fängt es mit seinen Flügeln auf, bringt es zum Nest zurück und das Lehrstück beginnt erneut. Denk daran, wenn du den Boden unter deinen Füßen verlierst: Gott möchte, dass du fliegen lernst.

 

Wenn die Gewohnheit reden könnte

Du kennst mich vielleicht. Ich bin dein ständiger Begleiter.

Ich bin dein größter Freund, ich kann aber auch zu einer großen Belastung für dich werden.

Ich bringe dich voran, aber ich stürze dich auch ins Verderben.

Ich stehe dir zu Diensten. Die Hälfte deiner Aufgaben kannst du getrost mir überlassen.

Ich erledige sie schnell und zuverlässig und ich werde sie immer auf die gleiche Weise erledigen,

wenn du das möchtest.

Mit mir ist leicht auszukommen. Du musst nur ziemlich streng mit mir ein. Zeig mir genau, wie du etwas erledigt haben willst und mit etwas Übung erledige ich das automatisch für dich.

Ich bin der Diener aller großen Männer und Frauen, aber ich bin auch der Diener aller Menschen, die versagen. Ich habe alle Menschen zu dem gemacht, was sie sind. Ich arbeite mit der Genauigkeit eines Computers und mit der Intelligenz eines Menschen.

Du kannst mich zu deinem Nutzen, aber auch zu deinem Ruin und zu deinem Verderben einsetzen.

Mir ist das völlig gleich. Benutze mich. Wenn du mit mir nachsichtig und nachgiebig umgehst, werde ich dich zerstören. Wenn du mir gegenüber bestimmt und unnachgiebig bist, werde ich dir die Welt zu Füßen legen.

Gewohnheiten sind die treuesten Diener oder die schlimmsten Herren.

Verfasser unbekannt

Vergeben und geerdet

Manchmal ist es nur ein Satz, den wir lesen oder hören, der uns fesselt, beruhigt, entspannt oder motiviert.

So ging es mir nach einer anstrengenden Woche, in der mir ein Fehler unterlaufen ist. Die Herausforderungen häuften sich und ich musste an mehreren Baustellen gleichzeitig arbeiten. Auf eine wichtige Sache war ich nicht richtig vorbereitet und anschließend mit dem Ergebnis nicht besonders zufrieden.

„Bei so einer Häufung kriegt der entspannteste Kopf eine Spannung.“, schrieb mir Beate als Ermutigung. Und: „Ist schon wieder vergeben… und erdet.“

Das nächste Kapitel

„The next chapter begins. Das nächste Kapitel beginnt“.  Dieser Satz stand in riesigen Lettern auf einer Plakatwand und sprang direkt in mein Herz.

Ich bin so froh, dass ich jederzeit ein neues Kapitel anfangen darf.  Ich brauche dafür keine Seiten aus meiner Biographie herausreißen, denn die unrühmlichen Kapitel wurden bereits alle von Gott persönlich lektoriert und gestempelt: Bearbeitet! Vergeben!

Du brauchst keine Erlaubnis, Neues zu wagen, denn Gott selbst sagt: „Denk nicht mehr daran, was war und grüble nicht mehr über das Vergangene.  Sieh hin; ich mache etwas Neues; schon keimt es auf. Siehst du es nicht? Jesaja 43. 18-19.

Du kannst das nächste Kapitel nur anfangen, wenn du Frieden mit deiner Vergangenheit schließt.

Ewigkeitsentscheidung

25 Minuten ihres Lebens sind verschwunden, zumindest in ihrer Erinnerung. Gabi, unsere Tanzlehrerin erzählte uns gestern von ihrem schweren Unfall. Sie kann sich kaum daran erinnern was passiert war. Unterwegs vom Tanzstudio nach Hause merkte sie plötzlich, dass der Wagen schneller wurde und sie die Kontrolle verlor. Dann ging alles sehr schnell. Sie kam von der Fahrbahn ab, das Auto überschlug sich mehrfach bevor es zum Stehen kam.

Dann kam die Dunkelheit.

Als Gabi wieder aufwachte saß sie im Dunkeln auf einer Wiese und wusste für den Moment nicht, ob sie noch auf der Erde war oder im Himmel. Erst als sie das kaputte Auto neben sich bemerkte wusste sie, dass sie überlebt hatte. Wie sie aus dem Auto gekommen ist, kann sie nicht nachvollziehen.

In dem Moment beginnst du nach der Ewigkeit zu fragen, Gabi auch.

Was ist wenn? Wenn es so plötzlich kommt, unvorhergesehen, unvorbereitet.

Wir kommen mit unseren Tanzkollegen ins Gespräch und ich stelle genau diese Frage: „Bist du vorbereitet? Hast du dein Leben mit Gott in Ordnung gebracht?

Viel zu selten stellen wir uns diese Frage. Sie berührt uns nicht, solange wir nicht unmittelbar davon betroffen sind.

Aber sie ist lebensnotwenig. Quasi ewigkeitsentscheidend.

Gabi ist mit vielen blauen Flecken, Prellungen Schürf- und Schnittwunden davongekommen. Aber es hätte auch anders ausgehen können.

Die Bibel lehrt uns ganz eindeutig, dass der Weg zum Vater nur über den Sohn führt. Keine gute Tat, keine gesammelten Punkte, nichts, was wir hier auf dieser Erde leisten könnten gibt uns eine Eintrittskarte in den Himmel.

In Johannes 3,16 heißt es: „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass alle, die an ihn glauben nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.“

Einfach nur glauben. Ja sagen zu dem, was Jesus für dich und mich am Kreuz getan hat. Dann ist der plötzliche Tod trotzdem tragisch, weil wir Menschen hinterlassen, die uns vermissen werden. Aber wenn du weißt wo du hingehst, dann ist es einfach nur ein Umzug, von deinem Platz hier auf Erden zu dem himmlischen Platz beim Vater.

Manchmal fragen wir uns, warum erst solche Dinge passieren müssen, damit wir mal wieder ins Nachdenken geraten. Oft sind es die Katastrophen des Lebens, die uns inne halten lassen. Wie schön wäre es doch, würden wir täglich neu die Entscheidung treffen, unser Leben wertvoll zu leben. Mit Gott, den Menschen und dir selbst versöhnt.

Multiplikation

„Ich besorg 15 Flaschen Sekt für die Begrüßung. Meinst du, das reicht?“

Wenn Bärbl von >besorgen< spricht, meint sie nicht nur das Einkaufen und Mitbringen, sondern das Sponsern.

Ich bin regelmäßig geflasht über die Großzügigkeit meiner Freundinnen­.
Wer damit angefangen hat, lässt sich heute nicht mehr sagen. Irgendeine von uns hatte sich das wohl von Gott abgeschaut, andere haben sich ein Beispiel daran genommen und „großzügig sein“ hat sich bei uns multipliziert.


Heike und ich wollen auch wieder etwas multiplizieren.

Wir sind selber durch so einige Schwierigkeiten gegangen und ich vermute,  es liegen noch  welche vor uns.

Jedesmal, wenn wir eine  Sache durch haben und darüber schreiben, hat das anderen gezeigt, dass sie „normal“ sind und dass es sich lohnt, weiterzugehen.

„Ich finde das so beruhigend, dass es euch auch nicht immer gut geht“, meinte eine Blogleserin – und viele Leser haben sich für unser „ehrliches“ Buch bedankt.

„Manchmal habe ich gedacht, dass geht nur mir so und ich mach alles komplett falsch“.

Nein, du bist normal…Und es ist wichtig, dass du das weisst. Und dass du dich nicht zurückziehst, sondern weitergehst.

Stehenbleiben ist menschlich. Eine Weile im Wartezimmer zu bleiben ist verständlich. Aber dann sollst du weitergehen.

„Ich hab ganz oft das Gefühl, ich würde eigentlich nicht dazu gehören“,  outete sich eine Frau in unserer Kleingruppe.  „Was, du auch?“, riefen gleich drei andere Frauen erleichtert.

Nein, du bist kein Alien. Jeder kann sich mal so fühlen.


Was wir multiplizieren wollen ist

dass Menschen den roten Faden in ihrer Lebensgeschichte entdecken und den Sinn hinter manchen Schwierigkeiten sehen.

Könnte das, was du erlebt hast und was du durch hast mal für jemanden eine Hilfe sein?

Wir möchten dich anfeuern, über Stock und Steine zu gehen, weil du weißt warum und für wen.

Wir möchten dich anfeuern,  sogar Enttäuschungen in Kauf zu nehmen und nicht aufzugeben.

Und dann bist du es, die andere anfeuert. Die die Truppen oder ihre Freundinnen zusammenruft und sagt: Vorwärts.

Dann bist du es, die multipliziert.

 

 

 

 

 

 

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